Sonntag, 8. April 2012

Viva Las Vegas

Der zweite Tag im Death Valley begann gemütlich mit einem ausgiebigen Frühstück und der genauen Routenplanung.   

Zuerst fuhren wir zum "Devil's Golf Course" (Teufelsgolfplatz). Hier befindet ich eine riesige Fläche mit scharfen, bizarr gezackten Salzkristallen. Nachdem das Wasser eines Sees vor vielen Tausenden von Jahren verdunstete, sind diese Salzkristalle zurückgeblieben. Sie bestehen nahezu aus reinem Kochsalz. Wir haben es ausprobiert - war sehr, sehr salzig.   

Danach wollten wir unbedingt "Badwater" sehen. Der niedrigste und heisseste Punkt der USA liegt bei -85,5 m unter dem Meeresspiegel und ist 57 Grad heiss. Wir hatten Glück, denn heute waren es nur 35 Grad.    

Via "Artist's Drive" fuhren wir dann weiter. Dieser "Drive" ist eine vielfach gewundene, 14 km lange Einbahnstrasse mit teils sehr scharfen Kurven und DIP's. Sie führt durch das Vorgebirge der "Black Mountains" und verläuft entlang eines ausgetrockneten Sees. Nirgends sonst im DV leuchten die Felsen in so vielen Farben (Grün, Rot, Gelb) wie hier, denn die Felsschichten bestehen zum Teil aus Oxyden und Kupfer. Wie zum Beispiel beim "Artist's Palette", wo die Felsen wie eine Malerpalette aussehen.   

Als Abschluss fuhren wir hinauf zur 1'669 m hohen, sehr windigen Aussichtsplattform "Dantes View". Von hier aus hatten wir einen grandiosen Blick auf das Tal und auf den niedrigsten (Badwater) und den höchsten (Mount Whitney, 4'418 m. ü. M.) Punkt der USA.    

Die Fahrt durch das DV war ein schönes und tolles Erlebnis, aber wir hatten jetzt wirklich genug Wüste gesehen und freuten uns auf das nächstes Ziel - LAS VEGAS!   

In Pahrum fanden wir die Zivilisation wieder. Diese Stadt ist sonst nicht nennenswert, ist aber gegenwärtig vor allem wegen seiner (legalen) Bordellen bekannt - in Las Vegas sind solche Etablissements verboten. Da unser Zuckerspiegel wesentlich gesunken war, hielten wir kurz beim ersten Supermarkt und kauften uns etwas zum Beissen.   

Irgendwann erschien endlich in weiter Ferne die Skyline von Las Vegas - die Freude auf  "Sin City" stieg immer mehr.    

Wir hatten es geschafft, wir fuhren beim Hotel Bellagio vor, luden nur noch das Auto aus und den Rest liessen wir erledigen. Das Bellagio zählt zu den besten und schönsten Hotels der Welt. Wir können wirklich bestätigen, dass es Anmut und Romantik nach Las Vegas bringt. An einem grossen, künstlichen See mit den "Bellagio Fountains" wurde vor dem Hotel die Landschaft des Comer Sees nachempfunden. Die 1'200 Wasserdüsen und die 9'500 Scheinwerfer des berühmten Wasserspiels tanzen täglich zu klassischer und moderner Musik. Und genau dieses Schauspiel sahen wir als erstes als wir unser Hotelzimmer betraten, wow !!! was für eine Aussicht.   

Während Sara auspackte, versuchte Marc sich eine Übersicht über das Entertainment-Angebot von LV zu beschaffen, was nicht ganz so einfach war. Nachdem noch der Concierge konsultiert wurde, bestand ein grobes Programm für die nächsten Tage: wir buchten mehrere Shows, einen Helikopterflug, und einen Tisch im Restaurant Sensi für das Nachtessen. Ging ja alles schneller, als wir dachten.  

Nach dem Nachtessen besuchten wir unsere erste Show, welche wir empfehlen können - Zumanity vom Cirque du Soleil.   

Das war wieder ein Tag, welcher uns viele und verschiedene Eindrücke lieferte. Wahrscheinlich werden wir noch davon träumen :-)