Samstag, 7. April 2012

Übernachtung in der Wüste

Nach einem reichhaltigen Frühstück brachen wir Richtung Death Valley auf. Da auf der Strecke bis eingangs Death Valley alle schneller als erlaubt fuhren, passte sich Sara an und benutzte ihren Bleifuss.   

In Lone Pine tankten wir noch schnell das Auto voll und holten uns genügend Wasser für Unterwegs. Die Strassen sind zum Teil sehr kurvig- und DIP-lastig - fast wie Achterbahn fahren :-) Die atemberaubende Landschaft und die verschiedenen "Vista Points" zwangen uns oft anzuhalten.   

In Stove Pipe Wells hielten wir für das Mittagessen und um die beeindruckenden Sanddünen zu besteigen. Hier lernten wir ein schweizer Ehepaar aus Burgistein mit bieler Wurzeln kennen, welches mit dem Camper quer duch die USA fährt. Wir tauschten unsere Reiseerfahrungen aus und gaben uns gegenseitg Tipps für die Weiterfahrt.   

Am späteren Nachmittag erreichten wir die Furnace Creek Ranch, wo wir unser Zimmer bezogen und gleich danach in den Quellwasser-Pool sprangen. Mittlerweilen zeigte das Thermometer über 30 Grad an.    

Wir freuten uns auf eine Übernachtung an einem der heissesten und trockensten Orte der Erde. Die Furnace Creek Ranch existiert bereits seit den 1880ern, als in der Umgebung noch Mineralien für die Keramik- und Porzellanherstellng gefördert wurden. Heute bietet das Gelände des ehemaligen Viehzuchtbetriebs ein vollwertiges Resort mitten im Death Valley Nationalpark.   

Kurz vor 19 h fuhren wir zum Zabriskie Point, um den Sonnenuntergang zu sehen. Die lehmfarbigen Hügel der Erosionslandschaft staffeln sich im Abendlicht wie Wellen eines versteinerten Meeres - einfach wunderschön.   

Zum  Abendessen gönnten wir uns ein Smokehouse Dinner unter freiem Sternenhimmel mit Live-Unterhaltung im Country Stil.


































Freitag, 6. April 2012

Ab in den Süden

Heute erlaubte uns das Reiseprogramm auszuschlafen, jupiiiie :-)   

Das Seeungeheuer "Tessie" hatte sich wieder beruhigt, denn der See war ruhig, freundlich und flach wie ein Brett. So wagten wir uns an das Ufer, wo wir zum Steg des Raddampfers "Tahoe Queen" gelangten. Trotz frostigen -5 Grad setzten wir uns auf eine Bank und genossen die Aussicht.   

Wir verliessen den höchsten Punkt (2'500 m.ü.M) auf unserer Reise und fuhren wieder talabwärts auf sehr kurvigen Strassen in wärmere Gefilde. Beim Lake Topaz an der Staatsgrenze Kalifornien / Nevada legten wir die erste kleine Pause ein und tankten die warmen Sonnenstrahlen auf.    

In Walker entdeckten wir ein Memorial, wo wir halten mussten. Hier hingen etliche T-Shirts von verschiedenen "Fire Departments". Wir wollten genauer wissen, was da geschehen ist und fragten einen Ranger. Ein Helikopter ist 2002 bei Löscharbeiten (Waldbrand) abgestürzt und die Crew starb dabei.   

Etwas nachdenklich fuhren wir weiter am Walker River vorbei und über den Devil's Gate Pass bis nach Bridgeport. Hier wollten wir in Erfahrung bringen, ob die Strasse nach Bodie Ghost Town befahrbar ist - das entsprechende Schild bestätigte uns, dass die Strasse offen ist.   

Bodie Town liegt hoch oben auf 2'480 m.ü.M an den östlichen Ausläufern der Sierra Nevada. Normalerweise liegen hier um diese Jahreszeit tonnenweise Schnee. Unser Glück, dass diese Gegend einen schlechte Winter hatte. Also wagten wir diesen Abstecher in die Abgeschiedenheit. Der letzte Abschnitt der Strasse ist ungeplastert und kurvig aber gut befahrbar.    

Im Jahre 1859 fand William S. Bodey in diesen Bergen Gold. Als 1876 mehrere reiche Goldadern gefunden wurden, boomte die Stadt. 1880 zählte die Stadt 8'000 Einwohner, besass 65 Saloons und verfügte über ein Chinatown und Rotlicht-Bezirk. Es war ohne Zweifel eine wilde Stadt mit schlechtem Ruf. Heute stehen immer noch 150 teils sehr gut erhaltene Gebäude - wirklich faszinierend!   

Auf der Weiterfahrt nach Bishop hielten wir noch beim Mono Lake. Der mit 150 km2 Ausdehnung ist der weltgrösste Kratersee und bietet mit seiner ungewöhnlichen Flora und Fauna, stinkendem Wasser und Tuffsteinen ein spezielles Naturschauspiel vor der Kulisse der Sierra Nevada.    

Müde und etwas hungrig - diese verschiedenen Temperaturen, Höhenunterschiede und "Stop'n'go" sind nicht ohne - hielten wir in Lee Vinning bei Nicely's an, um etwas zu essen. Danach fuhren wir direkt nach Bishop, eine kleine Stadt am Nordende des Owen Valley in unwegsamer Lage im Inyo County.  

Im Bishop Creek Inn checkten wir ein und entspannten uns ein wenig. Danach gab es auf der Bowlingbahn ein gutes Stück Fleisch.